MEINUNG

Was für eine Tragödie. Unser ÖFB-Superstar wechselt ins fußballerische Niemandsland China. Geld war, ist und bleibt das Wichtigste im Leben des Marko Arnautovic. Damit steht leider Gottes fest: Arnies Karriere wird eine unvollendete bleiben. Denn unser gottbegnadetes Jahrhundert-Talent schaffte es nie zu einem Spitzenklub. 

Manchester United, Chelsea London, Bayern München, Paris St. Germain. AS Rom – das hätten die Vereine von Marko Arnautovic sein können.

Doch im echten Leben geworden sind es: Twente Enschede, Werder Bremen, Stoke City, West Ham United und jetzt Shanghai SIPG. Aus Fan-Sicht ist dies eine menschgewordene Tragödie epischen Ausmaßes. Denn nun ist es traurige Gewissheit: Der so außerordentlich talentierte Marko Arnautovic hat seine Karriere vergeudet!

Am Höhepunkt seiner fußballerischen Laufbahn wechselt der beste österreichische Fußballer der mindestens letzten 10 Jahre nicht zu einem europäischen Spitzen-Klub, sondern ins sportliche Niemandsland nach China. Die China-Millionen waren Arnie leider wichtiger, als bei einem Spitzenklub zu spielen. Man kann es nicht anders sagen: Damit ist Marko Arnautovics große Karriere vorüber! In China bist du weg vom Fenster. Im Land des Lächelns wirst du fußballerisch belächelt. 

Was noch drinnen gewesen wäre, zeigt der aktuelle Marktwert unseres teuersten Kickers: Marko Arnautovic wird mit 35 Millionen Euro taxiert. Ein Diego Costa spielt für Atletico Madrid und kommt auf 25 Millionen Euro, ein Gonzalo Higuin wird auf ebenfalls 35 Millionen Euro geschätzt und kickt bei Juve. Und ein Karim Benzema hat nur virtuelle 5 Millionen Euro mehr Marktwert als unser Arnie und spielt für Real Madrid. Nur mal um zu verdeutlichen, bei welchen Top-Adressen Marko Arnautovic hätte landen können. 

Am mangelnden Interesse von Spitzenklubs ist es nicht gescheitert. Dieses war extrem groß. Dem Vernehmen nach war Arnie in den letzten zwei Jahren eine heißbegehrte Transferaktie. Diverse Top-Klubs standen Schlange, um den Österreicher zu bekommen. Geht es nach den zahllosen Transfergerüchten, hätte der groß aufspielende West Ham Star mehrfach zu Weltklubs wie Manchester United, Chelsea London, Bayern München, Paris St. Germain, Inter Mailand oder dem AS Rom gehen können. Besser geht´s im Weltfußball mit Ausnahme von Real und Barca nicht. Genannte Vereine von Welt zeigten teils großes Kauf-Interesse am österreichischen Stürmer, der in der Premier League und im ÖFB-Team Tore am Fließband schoss.

Natürlich war da auch die Transfersperre von West Ham. Doch, lieber Marco, wenn du dich schon unschön und unprofessionell aus deinem Vertrag bei West Ham hinaus boykottierst, dann wenigstens für Ruhm und Ehre zu einem europäischen Spitzenverein und nicht des schnöden Mammons wegen nach China.  

Mit der Entscheidung für China bleibt die Karriere unseres rot-weiß-roten fußballerischen Jahrhundert-Talents eine unvollendete. Zu der allseits erwarteten und erhofften Welt-Karriere kam es letztlich nicht. Trotz all seines gottbegnadeten Talents, trotz seiner außergewöhnlichen fußballerischen Fähigkeiten schaffte es Arnie nie zu einem Spitzen-Klub in Europa. Und wird es angesichts seines Alters mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nie mehr schaffen.

Mit 30 Jahren und einem hochdotierten Dreijahres-Vertrag in der Tasche wird künftig kein europäischer Top-Klub aus den besten 4 Ligen den alternden ÖFB-Star mehr haben wollen.

Das ist so tragisch, Marko Arnautovic. 

Geld > Karriere 

„Ich verdiene so viel. Ich kann dein Leben kaufen.“ –> Arnie bei einer Verkehrskontrolle zu einem Polizisten

Schon während seiner Zeit in Bremen, machte Marko Arnautovic keinen Hehl daraus, wie viel ihm Geld bedeutet. Geld macht nicht glücklich? Marko Arnautovic schon. Laut Medienberichten soll der 30-Jährige zwischen 200.000 und 220.000 Euro pro Woche verdienen, das sind umgerechnet satte 11,4 Millionen Euro pro Jahr. Dank seiner China-Millionen kann sich der aus ärmlichen Verhältnissen kommende ÖFB-Teamspieler nun jeden Tag wie Dagobert Duck eine Badewanne voll mit Geld einlassen. 

„Dass es des Geldes wegen war, ist klar So gut wie jeder würde den Job wechseln, wenn er das Sechsfache verdienen kann. Wer da Nein sagt, lügt sich an.“ Wahre Worte von seinem Spezi im Nationalteam, Aleksandar Dragovic. 

Nicht in einer Reihe mit Krankl, Prohaska und Herzog

Mit seinem Chinawechsel scheiterte Marko Arnautovic am langjährigen Vorhaben, zu einem echten Superstar von Format aufzusteigen. Dafür hätte der Striker einmal in seinem Leben für einen Spitzenklub in England, Spanien, Italien oder Deutschland spielen müssen. 

Ein Hans Krankl spielte für das große Barcelona, ein Herbert Prohaska wurde als Regisseur des AS Rom verehrt, ein Andi Herzog wechselte vom kleinen Bremen zu den großen Bayern. Ihr noch heute aufrechter Weltruhm datiert aus diesen glorreichen Zeiten. Krankl, Prohaska, und Herzog spielten neben den größten Fußballern ihrer Zeit in den größten Vereinen ihrer Zeit. Sie stiegen zu internationalen Superstars auf. Marko Arnautovic nicht! 

Erst hatte er mit seiner flegelhaften Rabauken-Art seine vorhergesagte Welt-Karriere sabotiert, jetzt mit seinem Streben nach Reichtum. 

Auch wenn China natürlich ein schönes Land mit einer spannenden Kultur und interessanten Menschen ist: Schade, lieber Marko, um deine vielversprechende Karriere, aus der du einfach viel zu wenig rausgeholt hast! Wir hätten es uns ganz anders für dich gewünscht. Wir wollten dich im Trikot von ManU neben einen Paul Pogba zaubern oder gemeinsam mit Kylian Mbappé zahllose Tore für PSG schießen sehen. Und nicht neben Binbin Chen!

Mag. Daniel Hoffmann – Gründer und Autor von Fußball und Football News 

→ Die besten Zitate von Marko Arnautovic ←

„Shampoo!“

Marko Arnautovic zieht den „Hut“ vor der Leistung von Teamgoalie Heinz Lindner

„Ich habe halt immer das gemacht, was in meinem Kopf war, und das war natürlich der Fehler.“

Wie wahr. Wie wahr. 

„Wenn man einem Fußballer den Ball weg nimmt, ist das wie ein Tod“

Marko Arnautovic liebt nicht nur Geld, sondern auch Fußball über alles (über seine Suspendierung in Bremen)

„Man kann sich nicht mehr das leisten, was man sich vorher geleistet hat. Ich habe eine große Verantwortung. Die Kids werden älter, können irgendwann Zeitung lesen und googeln, was der Papa so getrieben hat.“

Die Erklärung seiner beachtlichen Wandlung vom Bad Boy zum skandalfreien Profi

„Bei mir wird oft genug eine Ameise aus einem Elefanten gemacht.“

Oder so…

„Das sind Leute, die kein Leben, keine Arbeit und kein Leben haben. Die sitzen halt vor dem Laptop. Mir ist das wurscht, sollen sie.“

Seine Kritiker in den Sozialen Medien sind Arnie sichtlich wurscht

„Ich verdiene so viel. Ich kann dein Leben kaufen. Ich bin etwas Höheres als Du.“

In seiner besten Zeit zu einem Polizisten, der es wagte, einen Marko Arnautovic anzuhalten

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